Spielzeit 2010/2011
Liebes Publikum,
meinen begrüßenden Worten zur neuen Spielzeit kann ich in diesem Jahr eine wichtige und erfreuliche Nachricht voranstellen: Ich habe die große Freude, Ihnen mitteilen zu können, dass wir nach dem Weggang von Mario Schröder ein neues Leitungsteam für das Ballett verpflichten konnten. Jaroslav Ivanenko wird der neue Ballettdirektor und Chefchoreograf sein und Heather Jurgensen ist als Erste Ballettmeisterin und stellvertretende Ballettdirektorin engagiert. Beide werden das Ballett ganz neu aufstellen müssen, so dass der künstlerische Start des neuen Teams zu Beginn der übernächsten Spielzeit (2011/2012) stattfinden wird.
Im Musiktheater zeigen wir mit der Pariser (Lebens-)Künstlerwelt in » La Bohème zu Beginn eines der bedeutendsten und anrührendsten Werke der italienischen Oper. Anschließend bleiben wir weiter unserem Vorhaben treu, selten gespielte Werke aus der Barockzeit aufzuführen. Nach ALCINA und JULIUS CÄSAR wird es erneut eine Oper von Händel sein, nämlich » Rinaldo, die eine Mischung aus Zauberoper und Kriegsdrama ist. Der Musical-Hit » CRAZY FOR YOU dagegen zeigt mit tollen Songs und großen Steptanznummern, wie in der Wüste von Nevada aus einem heruntergekommenen Theater ein broadwaytauglicher Showpalast wird. Natürlich waren wir uns auch einig darin, dass in der nächsten Spielzeit ein Mozart nicht fehlen soll. Und so haben wir uns für eines seiner wichtigsten, phantasievollsten und spielerischsten Werke entschieden: » Die Zauberflöte. Mit der Kammeroper » Der Leuchtturm von Peter Maxwell Davies kommt das Musiktheater auch ins Schauspielhaus, wo wir Ihnen diesen Opernkrimi zeigen. Zu Beginn des Jahres 2011 sehen Sie Richard Strauss’ » Salome, mit der er bei der Uraufführung 1905 seinen ersten großen Welterfolg feierte. Als nächstes folgt ein ganz selten gespieltes Werk von dem großartigen tschechischen Komponisten Antonín Dvorak. Es ist die Geschichte der Meerjungfrau » Rusalka, die vergeblich den Weg in die Menschenwelt sucht. Die beiden letzten Produktionen der Spielzeit werden schließlich die Uraufführung » Ghetto-Trilogie / Savonarola von Volker David Kirchner und die große philosophische Oper von Jacques Offenbach » Hoffmanns Erzählungen sein.
Im Schauspiel eröffnet die große Bühne mit Ferenc Molnárs Stück über das Leben und Sterben des Jahrmarktausrufers » Liliom – große soziale Härte trifft hier auf poetisch-phantastische Bilder. Enden werden wir mit der Bühnenbearbeitung von Choderlos de Laclos’ » Gefährliche Liebschaften, ein turbulent-abgründiges Sittengemälde einer untergehenden Upper-class. Dazwischen liegen mit dem Broadway-Hit » Der kleine Horrorladen, Kleists großem Lustspiel » Der zerbrochne Krug, Tennessee Williams psychologischem Meisterwerk » Die Katze auf dem heißen Blechdach und nicht zuletzt mit der kindgerechten Neufassung von Andersens » Die kleine Meerjungfrau als Weihnachtsmärchen einige berühmte Titel. Dazu bringen wir mit » Julius Cäsar ein selten gespieltes, in seiner Darstellung politischen Machtkalküls aber überaus aktuelles Werk von William Shakespeare auf die Bühne. Darüber hinaus nimmt natürlich auch die Gegenwart eine große Rolle ein: Mit » Punk Rock zeigen wir bereits zum dritten Mal ein Stück von Simon Stephens und setzen damit unsere Auseinandersetzung mit einer der wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen Dramatik fort. Die Studio-Bühne werden wir mit einer Uraufführung eröffnen: Nach dem „Uwe Barschel-Projekt“ Statisten des Skandals kommt es dabei zu einer weiteren Zusammenarbeit mit „lunatiks produktion“. » einsatz spuren wird eine Stückentwicklung zu einem brandaktuellen Thema sein. Basis werden Interviews mit Angehörigen von Soldaten in Bundeswehreinsätzen bilden, in Afghanistan, am Horn von Afrika oder in anderen Krisenherden. Außerdem zeigen wir mit » Der goldene Drache ein neues Werk von Roland Schimmelpfennig sowie mit » Antilopen ein Stück, in dem sich Henning Mankell auf sehr eigene Art und Weise mit dem Thema Afrika auseinandersetzt. Und schließlich wird es wieder ein Flächenbrand-Festival geben, also Werkstattinszenierungen von aktuellen Stücken an alternativen Spielstätten überall in der Stadt.
Im Theater im Werftpark schließen wir an die Serie von kleinen Kiel-Schmankerln an. Nach Ringelnatz und Einstein setzt Jens Raschke als Autor nun den Kiel-Aufenthalt von Jules Verne 1881 mysteriös für kleine und große Fans in Szene. Mit » Uns Siegfried ist er gleich anschließend komödiantisch einem großen deutschen Mythos auf den Fersen. Natürlich findet auch die große Krise im Werftpark statt: Das Thema Finanzen im kleinen privaten und im großen öffentlichen Portemonnaie bietet Uwe Schwarz grandiosen Stoff für ein Musical. Die Allerkleinsten kommen auch wieder ausgiebig zu ihrem Recht: Mit » Saffran & Krump ist wieder ein prima Stück zur Streitkultur im Spielplan und nach so viel Aufregung hilft » Gute Nacht, mein Bär allen beim Einschlafen.
Ich möchte mich auf diesem Wege für das uns entgegengebrachte Vertrauen und den großen Zuspruch bei Ihnen bedanken.
Seien Sie uns auch in der neuen Spielzeit jederzeit willkommen!
Ihr
Daniel Karasek
Generalintendant
meinen begrüßenden Worten zur neuen Spielzeit kann ich in diesem Jahr eine wichtige und erfreuliche Nachricht voranstellen: Ich habe die große Freude, Ihnen mitteilen zu können, dass wir nach dem Weggang von Mario Schröder ein neues Leitungsteam für das Ballett verpflichten konnten. Jaroslav Ivanenko wird der neue Ballettdirektor und Chefchoreograf sein und Heather Jurgensen ist als Erste Ballettmeisterin und stellvertretende Ballettdirektorin engagiert. Beide werden das Ballett ganz neu aufstellen müssen, so dass der künstlerische Start des neuen Teams zu Beginn der übernächsten Spielzeit (2011/2012) stattfinden wird.
Im Musiktheater zeigen wir mit der Pariser (Lebens-)Künstlerwelt in » La Bohème zu Beginn eines der bedeutendsten und anrührendsten Werke der italienischen Oper. Anschließend bleiben wir weiter unserem Vorhaben treu, selten gespielte Werke aus der Barockzeit aufzuführen. Nach ALCINA und JULIUS CÄSAR wird es erneut eine Oper von Händel sein, nämlich » Rinaldo, die eine Mischung aus Zauberoper und Kriegsdrama ist. Der Musical-Hit » CRAZY FOR YOU dagegen zeigt mit tollen Songs und großen Steptanznummern, wie in der Wüste von Nevada aus einem heruntergekommenen Theater ein broadwaytauglicher Showpalast wird. Natürlich waren wir uns auch einig darin, dass in der nächsten Spielzeit ein Mozart nicht fehlen soll. Und so haben wir uns für eines seiner wichtigsten, phantasievollsten und spielerischsten Werke entschieden: » Die Zauberflöte. Mit der Kammeroper » Der Leuchtturm von Peter Maxwell Davies kommt das Musiktheater auch ins Schauspielhaus, wo wir Ihnen diesen Opernkrimi zeigen. Zu Beginn des Jahres 2011 sehen Sie Richard Strauss’ » Salome, mit der er bei der Uraufführung 1905 seinen ersten großen Welterfolg feierte. Als nächstes folgt ein ganz selten gespieltes Werk von dem großartigen tschechischen Komponisten Antonín Dvorak. Es ist die Geschichte der Meerjungfrau » Rusalka, die vergeblich den Weg in die Menschenwelt sucht. Die beiden letzten Produktionen der Spielzeit werden schließlich die Uraufführung » Ghetto-Trilogie / Savonarola von Volker David Kirchner und die große philosophische Oper von Jacques Offenbach » Hoffmanns Erzählungen sein.
Im Schauspiel eröffnet die große Bühne mit Ferenc Molnárs Stück über das Leben und Sterben des Jahrmarktausrufers » Liliom – große soziale Härte trifft hier auf poetisch-phantastische Bilder. Enden werden wir mit der Bühnenbearbeitung von Choderlos de Laclos’ » Gefährliche Liebschaften, ein turbulent-abgründiges Sittengemälde einer untergehenden Upper-class. Dazwischen liegen mit dem Broadway-Hit » Der kleine Horrorladen, Kleists großem Lustspiel » Der zerbrochne Krug, Tennessee Williams psychologischem Meisterwerk » Die Katze auf dem heißen Blechdach und nicht zuletzt mit der kindgerechten Neufassung von Andersens » Die kleine Meerjungfrau als Weihnachtsmärchen einige berühmte Titel. Dazu bringen wir mit » Julius Cäsar ein selten gespieltes, in seiner Darstellung politischen Machtkalküls aber überaus aktuelles Werk von William Shakespeare auf die Bühne. Darüber hinaus nimmt natürlich auch die Gegenwart eine große Rolle ein: Mit » Punk Rock zeigen wir bereits zum dritten Mal ein Stück von Simon Stephens und setzen damit unsere Auseinandersetzung mit einer der wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen Dramatik fort. Die Studio-Bühne werden wir mit einer Uraufführung eröffnen: Nach dem „Uwe Barschel-Projekt“ Statisten des Skandals kommt es dabei zu einer weiteren Zusammenarbeit mit „lunatiks produktion“. » einsatz spuren wird eine Stückentwicklung zu einem brandaktuellen Thema sein. Basis werden Interviews mit Angehörigen von Soldaten in Bundeswehreinsätzen bilden, in Afghanistan, am Horn von Afrika oder in anderen Krisenherden. Außerdem zeigen wir mit » Der goldene Drache ein neues Werk von Roland Schimmelpfennig sowie mit » Antilopen ein Stück, in dem sich Henning Mankell auf sehr eigene Art und Weise mit dem Thema Afrika auseinandersetzt. Und schließlich wird es wieder ein Flächenbrand-Festival geben, also Werkstattinszenierungen von aktuellen Stücken an alternativen Spielstätten überall in der Stadt.
Im Theater im Werftpark schließen wir an die Serie von kleinen Kiel-Schmankerln an. Nach Ringelnatz und Einstein setzt Jens Raschke als Autor nun den Kiel-Aufenthalt von Jules Verne 1881 mysteriös für kleine und große Fans in Szene. Mit » Uns Siegfried ist er gleich anschließend komödiantisch einem großen deutschen Mythos auf den Fersen. Natürlich findet auch die große Krise im Werftpark statt: Das Thema Finanzen im kleinen privaten und im großen öffentlichen Portemonnaie bietet Uwe Schwarz grandiosen Stoff für ein Musical. Die Allerkleinsten kommen auch wieder ausgiebig zu ihrem Recht: Mit » Saffran & Krump ist wieder ein prima Stück zur Streitkultur im Spielplan und nach so viel Aufregung hilft » Gute Nacht, mein Bär allen beim Einschlafen.
Ich möchte mich auf diesem Wege für das uns entgegengebrachte Vertrauen und den großen Zuspruch bei Ihnen bedanken.
Seien Sie uns auch in der neuen Spielzeit jederzeit willkommen!
Ihr
Daniel Karasek
Generalintendant




